Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
  1. Handball-Bundesligist Füchse Berlin ist zum vierten Mal in Folge bei der Klub-WM in Doha dabei.

    Die Berliner erhielten erneut eine Einladung der Internationalen Handballföderation (IHF) zum sogenannten Super Globe, der inoffiziellen Weltmeisterschaft auf Vereinsebene. Die Füchse Berlin bekommen die Wildcard wie bereits 2015 als Auszeichnung für den Titelgewinn im EHF-Pokal.

    Die Füchse hatten den Titel 2015 und 2016 gewonnen. Im vergangenen Jahr unterlagen die Berliner im Finale dem FC Barcelona. F

    ür den Wettbewerb qualifiziert sind die fünf Kontinentalmeister, der Titelverteidiger und der Ausrichter. Den letzten Startplatz im Teilnehmerfeld der acht Mannschaften vergibt das Exekutiv-Komitee der IHF über eine Wildcard.

    Der IHF Super Globe findet vom 16. bis 19. Oktober in Doha/Katar statt. Die weiteren Teilnehmer sind der FC Barcelona (Spanien, Titelverteidiger), Montpellier (Frankreich, Champions-League-Sieger), Al-Sadd (Katar, Ausrichter), Al Najma (Bahrain, Asienmeister), Hammamet (Tunesien, Afrikameister), Sydney University (Australien, Ozeanienmeister) und Taubate (Brasilien, Panamerika-Meister).

  2. Die Handball-Weltmeisterschaft 2019 in Deutschland und Dänemark (10. bis 27. Januar 2019) löst einen Ansturm auf die Tickets aus. Für die vier deutschen Spielorte Berlin, Köln, München und Hamburg wurden sechs Monate vor der WM bereits über 250.000 Karten verkauft.

    Inklusive der Verkäufe für die dänischen Standorte Herning und Kopenhagen wurden schon rund 400.000 Karten abgesetzt.

    Heim-WM bleibt Zuschauermagnet

    "Die Heim-WM im kommenden Januar bleibt ein Zuschauermagnet und bewegt die Menschen in Deutschland. Wir spüren auf allen Ebenen eine große Vorfreude auf das Turnier", sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes: "Wir werden in den kommenden Monaten weiterhin mit vielen Aktionen auf unterschiedlichen Veranstaltungen, auch abseits des Handballs, versuchen, das Interesse an der WM zu steigern."

    Das WM-Eröffnungsspiel bestreitet die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am 10. Januar 2019 gegen Südkorea in Berlin. Besonders groß ist die Nachfrage naturgemäß nach den Heimspielen der WM-Gastgeber sowie Halbfinale und Endspiel. Es sind jedoch noch für alle Partien Tickets erhältlich.

  3. Der frühere Weltmeister Christian Zeitz wechselt nach dem Abschluss seiner gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem THW Kiel in die dritte Liga.

    Bei der SG Nußloch unterschrieb der 37-Jährige einen Zweijahresvertrag und will den unweit seiner Geburtsstadt Heidelberg beheimateten Klub in die 2. Liga führen.

    "Ich freue mich auf diese besondere sportliche Herausforderung. Ich hoffe, dass wir gemeinsam erfolgreich den Aufstieg in die 2. Liga meistern können", sagte Zeitz dem Mannheimer Morgen.

    Zeitz: Neun Mal Meister mit dem THW

    Zeitz war nach einem zweijährigen Engagement beim ungarischen Spitzenklub MKB Veszprem 2016 zu seinem Stammverein THW Kiel zurückgekehrt, geriet mit dem Rekordmeister im Februar aber in einen Streit über die Modalitäten seines Vertrags. Die Auseinandersetzung endete in der Vertragsauflösung und einer Entschädigungszahlung in Höhe von 75.000 Euro.

    Mit Kiel hatte der Rückraumspieler mit dem extravaganten Wurf dreimal die Champions League sowie neunmal die deutsche Meisterschaft gewonnen. Im Nationaldress triumphierte Zeitz bei der Europameisterschaft 2004 und der Heim-WM 2007, 2004 holte er in Athen Olympia-Silber.

  4. Der frühere Torhüter Mattias Andersson kehrt als Teilzeit-Torwarttrainer zum deutschen Handball-Rekordmeister THW Kiel zurück.

    Der 40 Jahre alte Schwede hatte seine aktive Laufbahn im Juni mit einem deutschen Meistertitel im Tor des Kieler Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt beendet. 

    Parallel zu seiner Tätigkeit beim THW betreut der Olympiazweite von London 2012 noch gelegentlich die Keeper der österreichischen Nationalmannschaft.

  5. Ex-Weltmeister Johannes Bitter (35) läuft eine weitere Saison für den Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart auf.

    Der langjährige Nationaltorhüter verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bei den Schwaben um ein Jahr bis zum 30. Juni 2019. Bitter spielt seit zweieinhalb Jahren für den TVB.

    "Ich bin sehr glücklich, dass ich auch in Zukunft zusammen mit der Mannschaft und dem Umfeld in Stuttgart meine Leistung zeigen kann. Gemeinsam wollen wir jetzt den nächsten Schritt in Richtung Etablierung in der Liga angehen", sagte 2007-Weltmeister Bitter, der zusammen mit Jonas Maier das Stuttgarter Torhütergespann bildet.

    "Jogi hat Persönlichkeit und Klasse"

    "Wir sehen alle seit nun zweieinhalb Jahren, was für eine Persönlichkeit und Klasse Jogi sowohl auf dem Feld als auch außerhalb des Feldes hat", sagte TVB-Trainer und -Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.

    Zudem präsentierten die Stuttgarter am Montag Sven Franzen als neues Mitglied der Geschäftsführung. Der 31-Jährige verantwortet künftig die Sparten Finanzen, Vertrieb und Event.

    "Wir sind sehr glücklich, dass wir Sven für uns gewinnen konnten. Durch seine Erfahrung mit internationalen Top-Marken bringt er ein Know-How mit, welches wir so beim TVB bisher nicht hatten", sagte Schweikardt, der sich weiterhin um die Bereiche Sport, Kommunikation und Organisation kümmert.

  6. Im Terminstreit zwischen der Europäischen Handball-Föderation (EHF) und der Handball-Bundesliga (HBL) stehen die Zeichen auf Entspannung. In einem Interview mit dem Mannheimer Morgen kündigte EHF-Generalsekretär Martin Hausleitner an, dass der Verband ab der Saison 2019/2020 die Champions League an festen Wochentagen austragen wolle.

    "Unser Ziel sind feste Spieltage in der Champions League. Damit einher geht aber auch die Verpflichtung der Vereine, dass sie an den vorgegebenen Tagen auch eine freie Halle haben. Dieser Punkt wird bei der künftigen Prüfung der Zulassungskriterien zur Champions League von immer größerer Bedeutung sein", sagte Hausleitner.

    Löwen bestreiten zwei Spiel an einem Tag 

    In der vergangenen Saison hatte eine Terminüberschneidung beim deutschen Spitzenklub Rhein-Neckar Löwen für viel Wirbel gesorgt. Der Klub hatte zum Achtelfinal-Hinspiel beim polnischen Vertreter Kielce nur die zweite Mannschaft geschickt. Die erste Mannschaft trat parallel zum Bundesligaspiel beim THW Kiel an. Lösungsversuche waren im Vorfeld gescheitert.

    "Feste Spieltage sind der nächste Schritt in der Professionalisierung des Wettbewerbs. Damit werden wir 2019/20 beginnen und es danach vorantreiben. Das bedeutet aber auch: Ich kann als Verein nicht feste Termine fordern und dann um Ausnahmen bitten, wenn es nicht geht", sagte Hausleitner weiter.

    Es habe, so Hausleitner, zuletzt Meinungsverschiedenheiten gegeben. "Aber es geht jetzt nicht mehr um Schuldzuweisungen oder Probleme der Vergangenheit, sondern um Lösungen für die Zukunft, die im Sinne der HBL und der Champions League sind", betonte er.

  7. Die Ära von Christian Zeitz beim THW Kiel ist endgültig beendet. Der Rekordmeister hat sich mit dem ehemaligen Nationalspieler vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt. "Die juristische Lösung beendet ein trauriges Kapitel. Es ist gut, dass jetzt ein Schlussstrich gezogen worden ist", sagte THW-Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Ziegenbein.

    Mit dem Vergleich endet die Zeit des Linkshänders in Kiel rückwirkend zum 30. Juni, die Entschädigung von 75000 Euro entspricht drei aufgerundeten Brutto-Monatsgehältern.

    Zeitz einigt sich mit Kiel auf Vergleich

    Zeitz hatte seinen Verein verklagt, weil er die Wirksamkeit des vereinbarten Vertragsendes am 30. Juni dieses Jahres bezweifelte. Stattdessen bestand er auf einer unbefristeten Weiterbeschäftigung. Daraufhin hatte der THW Zeitz im Februar dieses Jahres suspendiert. Wie die Kieler Nachrichten berichten, war der THW seinem Spieler mehrfach entgegengekommen, wollte ihm sogar bei einem Start in die berufliche Zukunft unterstützen.

    Das Angebot hatte Zeitz aber abgelehnt. Bei seinem Coach Alfred Gislason war der Rückraumspieler damit komplett unten durch. "Zeitz ist die größte menschliche Enttäuschung meiner Karriere", erklärte der Isländer.

    Der frühere Nationalspieler hat in 623 Spielen für den THW 1808 Tore erzielt. Zeitz spielte von 2003 bis 2014 und von 2016 bis 2018 für die Kieler. Er war am Gewinn von neun deutschen Meisterschaften und drei Titeln in der Champions League beteiligt.