Handballnews

Alle aktuellen Nachrichten aus DKB Handball-Bundesliga. News, Ergebnisse und Tabellen aus der besten Handball-Liga der Welt.
Sport1 News
  1. Sie treffen aus dem Rückraum, vom Kreis oder über die Außenposition: (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER)

    Und sie wollen alle Nachfolger von Mikkel Hansen werden. Der Superstar aus Dänemark hatte sich bei der Handball-Weltmeisterschaft 2019 mit 72 Treffern zum besten Torschützen gekrönt. (Spielplan der Handball-WM 2021)

    Und auch beim Turnier in Ägypten könnte wieder ein Nordeuropäer herausragen. (SERVICE: Handball-WM 2021: Modus, Spielplan & alle Infos)

    SPORT1 zeigt die besten Torjäger der WM 2021.

    PLATZ 8: Pedro Portela (Portugal): 14 Tore

    PLATZ 8 Jinyoung Kim (Südkorea): 14 Tore

    PLATZ 8: Ahmad Madadi (Katar): 14 Tore

    PLATZ 8:Mathias Gidsel (Dänemark): 14 Tore

    PLATZ 8: Erwin Feuchtmann (Chile): 14 Tore

    PLATZ 6: Dragan Gajic (Slowenien): 15 Tore

    PLATZ 6: Mohamed Amine Darmoul (Tunesien): 15 Tore

    PLATZ 5: Arkadiusz Moryto (Polen): 16 Tore

    PLATZ 2: Mikita Vailupau (Belarus): 18 Tore

    PLATZ 2: Frankis Marzo (Katar): 18 Tore

    PLATZ 2: Bjarki Már Elísson (Island): 18 Tore

    PLATZ 1: Sander Sagosen (Norwegen): 21 Tore

  2. Ungarn ist Deutschland bei der Handball-Weltmeisterschaft in der Gruppe A in die Hauptrunde gefolgt. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER)

    Das Team von Trainer Istvan Gulyas schlug Uruguay am Sonntagabend in Ägypten 44:18 (16:8) und ist nach zwei Siegen aus zwei Spielen durch. Titelverteidiger Dänemark buchte sein Ticket durch ein nie gefährdetes 39:19 (23:10) gegen den Außenseiter Demokratische Republik Kongo. (Handball-WM 2021: Die Tabellen)

    Spanien und Kroatien in der Hauptrunde

    Europameister Spanien holte beim schwer erkämpften 27:26 (14:11) gegen Polen seinen ersten Sieg und ist ebenfalls weiter. Mitfavorit Kroatien qualifizierte sich durch einen 28:20 (12:11)-Erfolg über Angola für die zweite Gruppenphase.

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    Japan mit dem früheren Bundestrainer Dagur Sigurdsson unterlag Katar 29:31 (16:15), steht weiter bei einem Punkt und muss um das Weiterkommen zittern. Drei Teams aus jeder Vierergruppe schaffen es in die Hauptrunde. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021).

    Im letzten Spiel gegen Angola reicht den Japanern aber schon ein Unentschieden fürs Weiterkommen. (Die besten Torjäger der Handball-WM)

    Deutschland kampflos weiter

    Die deutsche Auswahl hatte nach ihrem klaren Auftaktsieg über Uruguay (43:14) kampflos die zweite Turnierphase erreicht, da das für Sonntag angesetzte Aufeinandertreffen mit Kap Verde wegen neuer Coronafälle beim Gegner abgesagt wurde.

    Das Spiel wurde mit 10:0 Toren und 2:0 Punkten für Deutschland gewertet.

  3. Für Tobias Reichmann ist die Handball-WM in Ägypten bereits nach einem Spiel schon wieder Geschichte. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER)

    Der Rechtsaußen der MT Melsungen erlitt bei dem erfolgreichen deutschen WM-Auftakt gegen Uruguay (43:14) bei einem vermeintlich harmlosen Zusammenprall eine Knieverletzung. Für ihn nominierte Bundestrainer Alfred Gislason Patrick Groetzki nach (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021).

    Nun meldete sich Reichmann per Instagram bei seinen Fans. Mit "Schade Marmelade aber so schnell kann es im Sport gehen" leitete der 32-Jährige seinen Post ein und bewies damit, dass er seinen Humor noch nicht verloren hat.

    "Mich hat es nun negativ erwischt und habe mir den Meniskus im rechten Knie kaputt gemacht. Ich kann schon wieder lachen, auch wenn es schwer fällt. Bringt ja nix, sich Sand in den Kopf zu stecken", hieß es weiter.

    Reichmann kündigt Comeback an

    Reichmann kündigte auch bereits an, dass sein Comeback nur eine Frage der Zeit sein wird. "Ich komme wieder, aber dauert jetzt ein Wenig. Vielen Dank für Eure zahlreichen Nachrichten und Genesungswünsche."

    Mit Rückschlägen im DHB-Trikot kennt sich der Außenspieler bereits aus. Erst vor zwei Jahren war er überraschend nicht für den WM-Kader berücksichtig worden. Auch damals meldete er sich per Social Media zu Wort und bezeichnete seine Mannschaftsgefährten flapsig als "Pimmelberger".

    Groetzki wiederum erklärte nach seiner Nachnominierung: "Mir tut es erst einmal leid für Tobi, dass er sich so schwerwiegend verletzt hat, dass er nicht mehr weiterspielen kann. Ich war überrascht über den Anruf mit Alfreds Nummer auf dem Handy-Display."

    Der Routinier, der in bisher 145 Spielen für Deutschland 368 Tore erzielt hatte, fügte an: "Ich freue mich, jetzt nach längerer Zeit mal wieder zu Nationalmannschaft zu kommen." (Das sind die Mega-Stars der WM)

  4. Die Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten ist für Luka Cindric vorzeitig beendet. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER)

    Kroatiens Spielmacher verletzte sich im Auftaktspiel gegen Japan an der Leiste und ist bereits abgereist. Das teilte der kroatische Handballverband mit.

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    "Auch wenn unsere medizinische Abteilung in Alexandria alles getan hat, was sie konnten, war eine Hilfe unmöglich", so der Verband. Und weiter: "Kroatien befindet sich wie alle anderen Nationalteams in der sogenannten 'Bubble' und daher ist eine genaue Diagnose hier nicht möglich. Deshalb wurde entschieden, dass Luka Cindric nach Barcelona zurückkehrt und dort weiter behandelt wird." (SERVICE: Handball-WM 2021: Modus, Spielplan & alle Infos)

    Für Cindric rückt gegen Angola zunächst Janko Kevic in den Kader. "Der erste Wechsel wurde nach dem Spiel gegen Japan aufgrund der Nichtverfügbarkeit von Cindric gemacht", sagte Nationaltrainer Lino Cervar in einer Verbandsmitteilung. (Handball-WM 2021: Die Tabellen)

    Der Ausfall des Spielmachers ist ein herber Schlag für die Ambitionen der kroatischen Mannschaft. Cindric ist neben Kiel-Star Domagoj Duvnjak einer der Schlüsselspieler. 

  5. Es hatte sich abgezeichnet und bestätigt erneut alle Kritiker, die im Vorfeld des Mammutturniers gewarnt hatten: (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER).

    Wegen zweier neuer Coronafälle beim Gegner wird das für Sonntag (18 Uhr) terminierte zweite deutsche WM-Vorrundenspiel gegen Kap Verde ausfallen. Der Außenseiter teilte mit, dass er nicht antreten kann.

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    Das Competition-Management des Weltverbands, der am Samstagnachmittag über die beiden positiven Befunde bei den Afrikanern informiert hatte, bestätigte die Entscheidung am Sonntagvormittag. (KOMMENTAR: Darum gehört die WM abgebrochen)

    Denn: Weil Kap Verde wegen vorheriger Coronafälle lediglich mit elf Spielern nach Ägypten gereist ist, kommt die Mannschaft nicht auf die laut Reglement vorgeschriebenen zehn Spieler. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021).

    WM-Spiel Deutschland vs. Kap Verde abgesagt

    Das Spiel wird mit 10:0 Toren und 2:0 Punkten für Deutschland gewertet, die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) von Bundestrainer Alfred Gislason steht in Ägypten somit vorzeitig in der Hauptrunde. (Modus und mehr: So läuft die Handball-WM 2021)

    "Wir sind froh und erleichtert, dass wir nach ungewissen Stunden endlich Klarheit haben. Aus rein sportlicher Sicht fehlt uns diese Partie natürlich, weil wir mit unserer neuformierten Nationalmannschaft eigentlich jede Wettkampfminute benötigen. Wir sind für Handball hier, aber mit dem Verzicht auf dieses Spiel fühlen wir uns wohler", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

    "Wir sind erleichtert. Jetzt geht der Fokus voll auf das Spiel gegen Ungarn", sagte Kapitän Uwe Gensheimer. Bob Hanning ergänzte: "Der Weltverband hat die einzig richtige Entscheidung getroffen." Für den DHB-Vizepräsidenten ist die Partie gegen Ungarn ein "Schlüsselspiel für den Weg der deutschen Mannschaft. Von daher ist es schade, dass wir nicht spielen können, aber richtig. Ich hoffe, dass wir die Fokussierung beibehalten und wir auch ohne den Test gegen Kap Verde ein gutes Spiel gegen die Ungarn machen können."

    Die deutschen Handballer bestreiten ihr nächstes und letztes Vorrundenspiel in Gizeh somit am Dienstag (20.30 Uhr) gegen Ungarn.

    Mögliche deutsche Gegner in der Hauptrunde sind Europameister Spanien, Polen, Brasilien und Tunesien. Ihr Auftaktmatch hatte die DHB-Auswahl am Freitag gegen WM-Neuling Uruguay deutlich gewonnen (43:14).

    Bundestrainer Gislason blickt nur noch auf Ungarn

    Gislason versuchte, positive Aspekte aus der Absage des Kap-Verde-Spiels zu ziehen.

    Sein Team wolle "den heute gewonnenen Trainingstag nutzen, um wettkampfspezifische Reize zu setzen und das Zusammenspiel weiter zu stabilisieren. Jetzt liegt unser Fokus ganz auf Ungarn", sagte der Isländer.

    Kromer hatte die Absage bereits am Samstagabend für mehr oder weniger unvermeidlich angesehen: "Die Chance auf das Spiel gegen uns wird als äußerst klein dargestellt. Das Spiel ist kaum zu verwirklichen."

    Die einzige Möglichkeit, wodurch die Partie noch hätte stattfinden können, wäre die Nachnominierung Kap Verdes von mindestens einem Spieler gewesen. Dieser hätte einen negativen PCR-Test vorweisen müssen, der maximal 72 Stunden alt ist. Zudem hätte er sich einer weiteren PCR-Testung in Ägypten unterziehen müssen, die ebenfalls negativ ausfallen müsste.

    DHB: Kromer hat es kommen sehen

    Dass die Afrikaner von Nachnominierungen Gebrauch machen werden, ist nach derzeitigem Stand aber realistisch - allerdings mit Blick auf ihr abschließendes Vorrundenspiel am Dienstag. 

    Das DHB-Lager hatte sich bereits darauf eingestellt, dass Kap Verde das Duell gegen Deutschland "abschenken" wolle, um sich dann mit einem Sieg gegen Uruguay noch für die Hauptrunde zu qualifizieren: "Das scheint für sie eine lohnenswerte Option zu sein", so Kromer am Samstag.

    Nach dem historischen deutschen WM-Auftakt gegen Uruguay hatte bereits DHB-Keeper Johannes Bitter, der überraschend den Vorzug gegenüber Stammtorwart Andreas Wolff bekommen hatte, große Bedenken hinsichtlich der Partie gegen Kap Verde geäußert. 

    "Das ist eine ungenügende Situation. Wir hoffen immer noch, dass das Spiel vielleicht nicht stattfindet, weil wir uns nicht wohlfühlen im Moment", sagte Bitter der ARD. "Ich finde es schwierig. Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist das fahrlässig, dass sie spielen."

    Die Partien mit kapverdischer Beteiligung seien "verantwortungslos".

    Auch Bitter vorab mit Bedenken zu Kap Verde

    Youngster Juri Knorr, unlängst selbst infiziert, sprach noch am Samstagmittag von einer "schwierigen Situation". Und auch Bundestrainer  Gislason gestand: "Natürlich macht uns das Sorgen." 

    Beide positiv getesteten Spieler Kap Verdes waren bereits Anfang Januar mit dem Virus infiziert, hatten dann aber vor der Anreise nach Kairo negative Testergebnisse vorgewiesen. (Handball-WM: Die wichtigsten Regeln)

    Die betreffenden Spieler wurden umgehend isoliert. Beide müssen zwei negative Befunde vorweisen, zwischen denen mindestens 48 Stunden liegen, um wieder spielberechtigt zu sein.

    Bereits vor der Anreise nach Ägypten hatte es beim Team Kap Verdes, das sein Auftaktspiel gegen Ungarn erwartungsgemäß verlor (27:34), etliche Coronafälle gegeben. Cheftrainer Jose Tomas reiste Medienberichten zufolge wie ein halbes Dutzend an Corona erkrankter Spieler erst gar nicht mit an den Nil.

    Kap Verde: Bereits WM-Start holprig

    Wegen der positiven Tests hatten die DHB-Verantwortlichen erwirkt, dass die Delegation des Inselstaats zunächst in einem Quarantäne-Hotel isoliert wurde.

    Nach durchweg negativen Befunden waren die Afrikaner am Freitagabend dann auch im Teamquartier der deutschen Mannschaft untergebracht worden. Laut Hanning habe es aber keinen Kontakt mit dem deutschen Team gegeben.

    Das direkte Duell ist trotzdem vom Tisch.

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    Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

  6. Die deutschen Handballer haben die Absage des WM-Vorrundenspiels gegen Kap Verde begrüßt.

    "Wir sind erleichtert. Jetzt geht der Fokus voll auf das Spiel gegen Ungarn", sagte Kapitän Uwe Gensheimer. DHB-Vizepräsident Bob Hanning ergänzte: "Der Weltverband hat die einzig richtige Entscheidung getroffen."

    Am Sonntagvormittag hatte die IHF die für den Abend geplante Partie gegen den WM-Debütanten abgesetzt, weil dem Außenseiter coronabedingt nicht genügend Spieler zur Verfügung standen.

    Das Spiel wurde mit 10:0 Toren und 2:0 Punkten für Deutschland gewertet, die DHB-Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason steht in Ägypten somit vorzeitig in der Hauptrunde.

    Am Dienstag kämpft die DHB-Auswahl gegen Ungarn um den Gruppensieg. Den freien Sonntag nutzte sie für eine Extraeinheit. "Klar, uns hätte das Wettkampfniveau gutgetan. Wir gehen das Training mit ein bisschen mehr Tempo und Gas an, als es bei einer normalen Einheit bei so einem Turnier der Fall ist", kündigte Gensheimer an.

    Für Hanning ist die Partie gegen Ungarn ein "Schlüsselspiel für den Weg der deutschen Mannschaft. Von daher ist es schade, dass wir nicht spielen können, aber richtig. Ich hoffe, dass wir die Fokussierung beibehalten und wir auch ohne den Test gegen Kap Verde ein gutes Spiel gegen die Ungarn machen können", sagte Hanning.

  7. Blutstropfen auf einer Schneedecke, ein Kratzer im Glas - oder eben auch ein mehr naiv-erhofftes als denn wirklich seriös-glaubwürdiges Vertrauen in ein Hygiene- und Sicherheitskonzept: 

    Es gibt Dinge und Situationen im Leben, deren Unversehrtheit sich im Nachhinein schlichtweg nicht mehr reparieren lassen. (Spielplan der Handball-WM 2021)

    Und so lässt die dramatische wie unübersichtliche Infektionslage in Ägypten, die nun zwangsläufig und folgerichtig zur Spielabsage der Vorrundenpartie der deutschen Nationalmannschaft gegen das Corona-gebeutelte Team von Kap Verdegeführt hat, denn auch nur eine Konsequenz zu: Die Handball-Weltmeisterschaft muss abgebrochen werden - jetzt und sofort!

    Während einer Pandemie, die die Welt gegenwärtig mehr denn je um Gesundheit bangen und um Tote trauern lässt, weiter festzuhalten an der Austragung eines Sport-Events, wäre mehr als nur fahrlässig und verantwortungslos, wie es DHB-Keeper Johannes Bitter formulierte. Es ist schlichtweg zynisch und menschenverachtend. (SERVICE: Handball-WM 2021: Modus, Spielplan & alle Infos)

    Handball-WM: Von Beginn an zum Scheitern verurteilt

    Wer wirklich ehrlich ist: Wie von vielen Kritikern befürchtet, war diese WM - obendrein unnötigerweise erstmals auf 32 Teams aufgebläht - von Beginn an zu einer Farce mutiert und zum Scheitern verurteilt.

    Die USA und Tschechien sahen sich bereits vor dem ersten Anwurf zur Absage gezwungen, ließen den Sport im Chaos versinken und unwürdig erscheinen. (Handball-WM 2021: Die Tabellen)

    Es gehörte auch wenig hellseherische Befähigung dazu, dass es umso mehr zur Eskalation kommen musste, wenn Nationen kurz zuvor zu Qualifikationsspielen kreuz und quer um den Planeten jetten. (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER)

    Oftmals dabei auch in Länder, die ebenso wie Gastgeber Ägypten auf einen Lockdown verzichten. (Kader des DHB-Teams bei der Handball-WM 2021)

    Wie absurd und blauäugig zu glauben, im Nachhinein ließe sich die damit aufgegebene Möglichkeit einer frühen Isolation vor Ort kompensieren - die im Übrigen dann immer noch genug Probleme aufwirft wie aktuell im Vorfeld der Australian Open für Angelique Kerber. (die wichtigsten Handball-Regeln zur WM 2021)

    Schluss mit Abwarten und Hinhaltetaktik

    Durch Tests und Abwarten lässt sich jedenfalls nichts mehr kurieren an dem kranken System, das außerdem hausgemacht daherkommt - Stichwort Anreise, weil durch Linien- statt Charterflüge die Gefahr einer Ansteckung noch vergrößert wurde. 

    Der Flächenbrand ist in vollem Gange - und die Blase kann nur noch mit einem riesigen Knall platzen, wenn bei den WM-Verantwortlichen nicht vorher die Vernunft Einzug hält und unverzüglich die Reißleine gezogen wird.

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    Ein Schlaglicht darauf, wie unglaubwürdig die ach so sicher geglaubte Blase konzipiert ist, werfen überdies die Nachrücker Schweiz und Nordmazedonien, die quasi aus dem Urlaub in sie hineingestolpert sind.

    Da mag der Weltverband IHF auch noch so sehr den Stellenwert der globalen Handball-Familie beschwören: Es ergibt keinen Sinn mehr, diese Titelkämpfe mit aller Gewalt durchzupeitschen - zumal der zu zahlende Preis im Nachhinein gravierend sein wird.

    Mal ganz abgesehen von den immer weiter zunehmenden Ängsten und Sorgen der WM-Protagonisten selbst. (Das sind die Mega-Stars der WM)

    Langzeit-Folgen wären verheerend - nicht nur für Handball

    Selbst wenn der Handball die mediale Präsenz einer WM so dringend benötigt, eine Notbremse sowohl den Gastgeber als auch die Teilnehmer finanziell hart träfe:

    Neben den gesundheitlichen Risiken und wirtschaftlichen Adhoc-Konsequenzen wie wegbrechende TV-Gelder wären die Langzeitfolgen umso verheerender. Die nationalen Ligen wären dauerhaft lahmgelegt infolge kranker Spieler und Sportlich Verantwortlicher, Insolvenzen noch schneller vollzogen. (die besten Torjäger der Handball-WM)

    Machen die WM-Bosse und IHF in Ägypten nun trotzdem weiter in ihrem leichtfertigen Umgang mit dem tödlichen Virus: Die Signal - und Außenwirkung wäre fatal, auch mit Blick auf die nachzuholende Fußball-EMund die Olympischen Spiele.

  8. Es hatte sich abgezeichnet und bestätigt erneut alle Kritiker, die im Vorfeld des Mammutturniers gewarnt hatten: (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER).

    Wegen zweier neuer Coronafälle beim Gegner steht das für Sonntag (ab 18 Uhr im LIVETICKER) terminierte zweite deutsche WM-Vorrundenspiel gegen Kap Verde unmittelbar vor der Absage.

    Der Weltverband IHF hatte bereits am Samstagnachmittag über die beiden positiven Befunde bei den Afrikanern informiert. Denn: Weil Kap Verde wegen vorheriger Coronafälle lediglich mit elf Spielern nach Ägypten gereist ist, kommt die Mannschaft nicht auf die laut Reglement vorgeschriebenen zehn Spieler. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021).

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    "Wir gehen davon aus, dass wir als DHB keine Entscheidung treffen müssen. Eine Spielabsage scheint unvermeidlich", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem SID einen Tag nach dem erfolgreiche deutschen WM-Auftaktgegen Uruguay (43:14).

    Deutschland-Spiel gegen Kap Verde vor Absage

    DHB-Sportvorstand Axel Kromer meinte: "Wir gehen davon aus und dürfen gute Hoffnungen haben, dass sowohl Kap Verde als auch die IHF die Entscheidung treffen wird, dass wir morgen nicht antreten müssen."

    Das Competition-Management der IHF wird am Sonntag um 10 Uhr über die Austragung des Spiels entscheiden. (Modus und mehr: So läuft die Handball-WM 2021)

    Sollte das Spiel nicht stattfinden, wird es mit einem 10:0-Sieg für Deutschland gewertet. Die einzige Möglichkeit, dass die Partie noch stattfindet, ist, dass Kap Verde mindestens einen Spieler einfliegen lässt.

    Dieser muss einen negativen PCR-Test vorweisen, der maximal 72 Stunden alt ist. Zudem müsste er sich einer weiteren PCR-Testung in Ägypten unterziehen, die ebenfalls negativ ausfallen müsste.

    DHB: Kromer glaubt nicht mehr an Kap-Verde-Duell

    Dass die Afrikaner von Nachnominierungen Gebrauch machen werden, ist nach derzeitigem Stand auch realistisch - allerdings vor allem mit Blick auf ihr abschließendes Vorrundenspiel am Dienstag gegen Uruguay. 

    "So wie es momentan aussieht, ist es so, dass die Kap Verder wohl versuchen werden, ihr Team wieder so zu ergänzen, dass sie wieder spielberechtigt wären", meinte Kromer am Samstagabend. "Es scheint sich aber auch anzudeuten, dass Kap Verde es gar nicht erst versucht, das so hinzubekommen, dass noch eine Spielfähigkeit bis morgen Abend gewährleistet ist."

    Nach Kromers weiteren Ausführungen deutet sich stattdessen an, dass Kap Verdes das Spiel gegen Deutschland "abschenken" wolle, um sich dann mit einem Sieg gegen Uruguay noch für die Hauptrunde zu qualifizieren: "Das scheint für sie eine lohnenswerte Option zu sein."

    "Die Chance auf das Spiel gegen uns wird als äußerst klein dargestellt. Das Spiel ist kaum zu verwirklichen", so Kromer.

    Da hilft auch nicht, dass die Turnierverantwortlichen am dritten Turniertag erneut öffentlichkeitswirksam den Eindruck erwecken wollten, in punkto Sicherheit und Hygiene das maximal Mögliche zu leisten.

    So wurden im Vorfeld der Partie zwischen Schweden und Chile (41:26) in der Halle von Kairo unter anderem die Torpfosten desinfiziert.

    Bitter mit Bedenken zu Kap Verde

    Nach dem historischen deutschen WM-Auftaktgegen Uruguay hatte bereits DHB-Keeper Johannes Bitter, der überraschend den Vorzug gegenüber Stammtorwart Andreas Wolff bekommen hatte, große Bedenken hinsichtlich der Partie gegen Kap Verde geäußert. 

    "Das ist eine ungenügende Situation. Wir hoffen immer noch, dass das Spiel vielleicht nicht stattfindet, weil wir uns nicht wohlfühlen im Moment", sagte Bitter der ARD. "Ich finde es schwierig. Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist das fahrlässig, dass sie spielen."

    Die Partien mit kapverdischer Beteiligung seien "verantwortungslos".

    Youngster Juri Knorr, unlängst selbst infiziert, sprach noch am Samstagmittag von einer "schwierigen Situation". Und auch Bundestrainer Alfred Gislason gestand: "Natürlich macht uns das Sorgen." 

    Beide positiv getesteten Spieler Kap Verdes waren bereits Anfang Januar mit dem Virus infiziert, hatten dann aber vor der Anreise nach Kairo negative Testergebnisse vorgewiesen. (Handball-WM: Die wichtigsten Regeln)

    Die betreffenden Spieler wurden umgehend isoliert. Beide müssen zwei negative Befunde vorweisen, zwischen denen mindestens 48 Stunden liegen, um wieder spielberechtigt zu sein.

    Kap Verde: Bereits WM-Start holprig

    Bereits vor der Anreise nach Ägypten hatte es beim Team Kap Verdes, das sein Auftaktspiel gegen Ungarn erwartungsgemäß verlor (27:34), etliche Coronafälle gegeben. Cheftrainer Jose Tomas reiste Medienberichten zufolge wie ein halbes Dutzend an Corona erkrankter Spieler erst gar nicht mit an den Nil.

    Wegen der positiven Tests hatten die DHB-Verantwortlichen erwirkt, dass die Delegation des Inselstaats zunächst in einem Quarantäne-Hotel isoliert wurde.

    Nach durchweg negativen Befunden waren die Afrikaner am Freitagabend dann auch im Teamquartier der deutschen Mannschaft untergebracht worden. Laut Hanning habe es aber keinen Kontakt mit dem deutschen Team gegeben.

    Das direkte Duell ist dennoch so gut wie vom Tisch.

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    Mit Sport-Informations-Dienst