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Annette Bolz löst Bernd Stäbler ab -  (Quelle: www.badische-zeitung.de)

TBK Vorstand 2014Der neue TBK-Vorstand nach der Stäbler-Ära, von links: Schriftführerin Carola Weber, stellvertretender Vorsitzender Gerd Emmenecker, erste Vorsitzende Annette Bolz und Rechner Hans Schwarz. Foto: Werner Schnabl

KENZINGEN. Der größte ortsansässige Verein hat eine Frau an der Spitze. Annette Bolz löst Bernd Stäbler ab, der zehn Jahre lang die Geschicke des Turnerbundes geleitet hat. Sie übernimmt, wie aus den Berichten zu hören war, gut funktionierende Abteilungen. Auch das Schriftführeramt wurde neu besetzt. Carola Weber ist Nachfolgerin von Irene Uwira. Die außergewöhnlich vielfältige Nachwuchsarbeit würdigte Bürgermeister-Stellvertreter Hermann Kaspar.

Mit fast 500 von insgesamt 810 Mitgliedern sind die Turner im Verein am stärksten vertreten. Elf Breitensport- und drei Förderturngruppen umfasst der Jugendbereich. Neu ins Leben gerufen wurde der Musikgarten. Die Jahresarbeit wird von neun Übungsleitern und sechs jungen Helferinnen bewältigt. Der Erwachsenenbereich, so die Abteilungsleiterin Heidi Trautmann, sei überschaubar: Dort sind lediglich zwei Betreuer in der Frauen-Fitnessgruppe und bei den Jedermännern im Einsatz.

Bei den Gauliga-Wettkämpfen richtete die Turnriege den Heimwettkampf aus. Als größten Erfolg war der Sieg der 14- bis 15-jährigen Turnerinnen Linda Ruf, Tiziana Saracino, Carolin Trautmann, Katja Willmann und Teresa Blum bei den Bestenkämpfen der Badischen Turnerjugend. Der TBK war beim Landesturnfest in Freiburg nicht vertreten.

"Sensationell für einen Neuling"

Nach den Sommerferien soll ein erneuter Aufruf zur Besetzung freier Turnkapazitäten für sechsjährige und älter erfolgen. Die Arbeit der zwei ausgeschiedenen Übungsleiterinnen wird von Jungtalenten aufgefangen.


Ein Statement aus der Handballabteilung gab der neu gewählte Verantwortliche Jürgen Müller ab. Den siebten Platz der ersten Garnitur in der Oberliga bezeichnete er als "sensationell für einen Neuling". Auch die Damen befinden sich im Aufwärtstrend und haben beste Chancen, in die Südbadenliga aufzusteigen. Der Klassenerhalt der Damen II war erst in der Endphase gesichert. Bei den Herren II habe sich das Interims-Trainergespann bewährt. Dirk Emmenecker und Rolf Stöcklin standen an der Seitenlinie. Platz vier sprang in der Endabrechnung dabei heraus.

Die Jugendresultate waren eher durchwachsen. Mit Meisterehren schnitten die B-Junioren in der Bezirksklasse ab, doch leider wird dieser Kader mangels Spieler seinen Titel nicht verteidigen können.

Für einen regelmäßigen Trainingsbetrieb sei ein konstanter Unterbau wichtig, betonte Michael Schwendemann für die Volleyballer. Er beklagte die vielen Verletzten.

Nach Einschätzung von Uwe Streubel wird Badminton in der kommenden Saison nur noch von einer Mannschaft aktiv betrieben. Hier sei dringen Spielerzuwachs erforderlich, um einer Abmeldung vorzubeugen. Bis zu 15 Jugendliche besuchen hingegen derzeit das von Markus Mogath geleitete Training. Die Nachwuchsentwicklung sei erfreulich, die 12- bis 14-Jährigen spielten alle auf einem recht hohen Niveau.

 Hermann Kaspar würdigt Stäblers Leistung

Kassenwart Hans Schwarz nahm 700 Euro weniger ein, die er auf fehlende Zahlungsmoral schob. Seine Einnahmen-Ausgaben-Übersicht wurde von den Revisoren als richtig eingestuft. Schwarz trat Gerüchten entgegen, dass er Abteilungen bevorzuge und andere benachteilige. "Ich habe Vorstandsbeschlüsse völlig neutral umzusetzen", sagte er. Und das tue er seit 29 Jahren in hervorragender Weise, ergänzte der scheidende Bernd Stäbler.

Hermann Kaspar bezeichnete die zehn Jahre Verantwortung Stäblers im TBK als "reife Lebensleistung". In diese Dekade fiel auch das 125-jährige Vereinsbestehen, das enormes Organisationsgeschick verlangt habe.

Annette Bolz wurde nach der Entlastung als neue Vorsitzende in ihr Amt berufen. Gerd Emmenecker ist zweiter Vorsitzender. Carola Weber heißt die neue Schriftführerin und Hans Schwarz wird die Kassengeschäfte weiterführen, die von Helmut Rägle und Manfred Rein geprüft werden.

Die moderate Anhebung des Beitrags wird bei der nächsten Hauptversammlung auf die Tagesordnung gesetzt, kann also frühestens 2015 greifen.